Hochschulsport an der Universität Bremen

Der Hochschulsport begann zunächst mit nur wenigen Sportkursen, die zu Beginn sogar kostenlos angeboten wurden, um möglichst vielen Studierenden den Zugang zu ermöglichen. In den ersten sieben Jahren standen lediglich eine einzige Sporthalle zur Verfügung, während eigene Außenanlagen vollkommen fehlten, was die Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten stark einschränkte. Ab dem Jahr 1978 verbesserte sich die Situation jedoch deutlich, als das neue Sportzentrum an der Bad Gasteiner Straße in Betrieb genommen wurde. Dieses Zentrum bot nun zusätzlich fünf Hallen sowie weitere Räumlichkeiten im sogenannten „Sportturm“ an. Darüber hinaus standen auch Außenanlagen und Bäder zur Verfügung, die sowohl vom Studiengang Sportwissenschaft als auch vom Hochschulsport intensiv und vielfältig genutzt wurden, was die Qualität und das Angebot des sportlichen Programms erheblich steigerte. Die Leitung und Geschäftsführung des Hochschulsports wurde in den darauf folgenden Jahren, basierend auf einer Vereinbarung zwischen dem Wissenschafts- und Bildungsressort, von abgeordneten Sportlehrern übernommen. Trotz dieser Regelung zeigte sich im Laufe der Zeit, dass dieses Modell langfristig nicht dauerhaft tragfähig war und einer weiteren Überarbeitung bedurfte.

Das „Bremer Modell“: Hochschulsport für Alle

Im Oktober 1971 begann mit der Aufnahme des Lehr- und Forschungsbetriebs der Universität auch der Hochschulsport. Das Besondere an der Konzeption des Bremer Hochschulsports war die Öffnung des Sportangebots auch für die Beschäftigten aller Bremer Hochschulen, sowie für Bürgerinnen und Bürger des Landes Bremen. Dieses „Bremer Modell“ war damals bundesweit einzigartig und innovativ.

Der Hochschulsport startete mit wenigen und zu Beginn noch kostenlosen Sportkursen. Nachdem sieben Jahre lediglich eine Sporthalle und keine eigenen Außenanlagen zur Verfügung standen, verbesserte sich die Situation ab 1978 mit der Inbetriebnahme des Sportzentrums an der Bad Gasteiner Straße erheblich. Nun standen zusätzlich 5 Hallen und weitere Räumlichkeiten im ´Sportturm´, sowie Außenanlagen und Bäder zur Verfügung, die vom Studiengang Sportwissenschaft und dem Hochschulsport gleichermaßen intensiv genutzt wurden. Die Leitung und Geschäftsführung des Hochschulsport lag gemäß einer Vereinbarung zwischen dem Wissenschafts- und Bildungsressort in den folgenden Jahren in den Händen abgeordneter Sportlehrer. Dieses Modell erwies sich jedoch nicht als dauerhaft tragfähig.

Der Verein für Hochschulsport als Kooperationspartner der Universität

Um die Universität finanziell zu entlasten und die Absprachen zwischen Universitätsverwaltung, Studiengang und Hochschulsport zu optimieren, wurde die Gründung eines Fördervereins geplant, über den die organisatorischen und finanziellen Aufgaben des Hochschulsport geregelt werden sollten. Zunächst beschloss der Akademische Senat der Universität Bremen die Einrichtung eines „Zentrums für Hochschulsport“ mitsamt einer zentralen Betriebseinheit. Dann wurde im Jahr 1986 der „Verein für Hochschulsport e. V.“ (VfH e. V.) gegründet. Der Verein wurde vom Rektor der Universität beauftragt, den Hochschulsport entsprechend den Vorgaben aus dem Bremer Hochschulgesetz zu organisieren und durchzuführen. Der Kooperationsvertrag aus dem Jahr 1987 regelte die gegenseitigen Verpflichtungen. Der Leiter der zentralen Betriebseinheit wurde zugleich dem Verein als Geschäftsführer zugeordnet. Entscheidungsgremium war der Vorstand des Vereins, der sich aus Vertretern aller Statusgruppen der Universität zusammensetzte. Die Funktionen des Vorsitzenden und stellvertretender Vorsitzenden wurden durch Mitglieder des Instituts für Sportwissenschaft ausgeübt, um die fachliche Expertise zu gewährleisten. Der Verein berichtete regelmäßig an die Hochschulsportkommission, die sich aus wissenschaftlichem Personal verschiedener Fachbereiche und einem studentischen Mitglied konstituierte – und an den Kanzler der Universität.

Um den Verein auch außerhalb der Universität im kommunalen Bereich einzubinden, wurde der Verein außerordentliches Mitglied des Landessportbundes.

Wenige Jahre nach der Vereinsgründung entwickelten sich konstante Personalkonstellationen im Vorstand des Vereins und in seiner Geschäftsführung und Verwaltung, die erheblich zum ständigen Wachstum des Hochschulsports hinsichtlich Anzahl der Kurse und Teilnehmer*innen führte. Zugleich hatte der Verein maßgeblichen Einfluss auf Innovationen innerhalb der Bremer Sportlandschaft, da er schnell neue Trends bei Bewegungs- und Sportaktivitäten aufgreifen und in sein Programm integrieren konnte. Diese Impulse fanden dann anschließend häufig ihre Verankerung in den Bremer Sportvereinen. Im Jahr 2019 wurde vom VfH e. V. eine Studie zur Entwicklung und Bedeutung des Hochschulsports für das Land Bremen erstellt, ergänzt durch eine Teilnehmer*innen-Befragung, die im Rahmen der vom Verein herausgegebenen Publikation „Status und Perspektiven – Studien zu Ansichten, Bedarf und Aufgaben“ 2020 veröffentlicht wurde.

Nach der Anpassung des Kooperationsvertrags im Jahr 2015 wurden alle Personalstellen der Geschäftsleitung und Verwaltung des Hochschulsports beim Verein angesiedelt und die Personalkosten über die Kurseinnahmen finanziert. Da bei der letzten Modifikation des Kooperationsvertrags im Jahr 2020 auch das Zuwendungsrecht mit nach oben ´gedeckelter´ Fehlbedarfsfinanzierung zur Geltung kam, wurden die finanziellen Risiken für den Verein sehr groß und die Handlungsspielräume immer geringer. Die Kooperationspartner VfH e. V. und Universität entschieden dann im Einvernehmen, die Kooperation zur Durchführung des Hochschulsports zum 31.03.2025 zu beenden. Seitdem ist das Referat 9: ´Hochschulsport´ der Universität für die Durchführung des Hochschulsports verantwortlich. Der Verein für Hochschulsport e. V. bleibt der Universität aber weiterhin durch gemeinsame Projekte verbunden und fördert diese in seiner Abwicklungsphase.

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